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| Geschichte:
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Als die spanischen Eroberer Francisco Pizarro
und Diego de Almargo 1526 zur Küste Ecuadors und 1531 die Küste entlang
bis Tumbes vorstiessen, fanden sie dort eines der höchstentwickelten
Gemeinwesen Südamerikas vor. Das Inka-Reich (1438-1533) hatte sich
zahlreiche indianische Völker unterworfen und dehnte sich von seiner
Hauptstadt Cuzco über das restliche Peru, Bolivien, Ecuador und
Nord-Chile aus. Die Spanier zerstörten dieses durch einen Bürgerkrieg
zwischen den Brüdern Huascar (1527-32) und Atahualpa (1527-33) zerrissene
Reiche. Das Zusammentreffen der Spanier mit dem Inka und dessen
Gefangennahme am 16. November 1532 schildert Pedro Pizarro, ein Vetter des
Eroberers, der dem Konquistador als Page diente, wie folgt: "Als der
Marquis Don Francisco Pizarro sah, dass auch Atahualpa sich der Plaza
näherte, schickte er den Padre Fray Vicente de Valverde, den ersten
Bischof von Cuzco, in Begleitung Hernando de Aldanas, eines tapferen
Soldaten, und Don Martinillos, des Dolmetschers, Atahualpa entgegen, um
ihn im Namen Gottes und des Königs aufzufordern, sich dem Gesetz unseres
Herrn Jesus Christus und dem Dienst an Seiner Majästät zu
unterwerfen..... Der Padre benutze dazu ein Brevier, aus dem er vorlas,
und als Atahualpa das sah, bat er, es zu sehen, und der Padre klappte es
zu und gab es ihm. Wie er se nun in der Hand hielt und nicht wusste, wie
es zu öffnen sei, warf er es zu Boden." Dies war Anlass für die
Spanier, über die überraschten Indianer herzufallen und den
Inka-Herrscher gefangen zu nehmen. So begann in Cajamarca, wo vor der
Eroberung durch Inkatruppen (1470) ein kleines Fürstentum bestanden
hatte, die Eroberung des südamerikanischen Kontinents durch die Spanier.
Pizarro forderte und erhielt für die Freilassung des Inka ein hohes
Lösegeld. Trotzdem liess er Atahualpa 1533 töten. Im November 1533 marschierte Pizarro mit 480 Spanier in Cuzco ein; sie plünderten die 300 Jahre alte, herrliche Stadt systematisch und restlos aus. Die Einwohner wurden gefoltert, ausgeraubt und niedergemetzelt. Rauchsignale verbreiteten noch zur Stunde der Erdrosselung des Inka-Herrschers die Nachricht vom Wortbruch der Spanier, die seine Freilassung gegen ein Lösegeld versprochen hatten. Läuferstafetten dirigierten die Goldkarawanen um zu geheimen Verstecken. Am Titicaca See wurde eine Karawane mit 11000 Lamas gestoppt und in der Nähe von Cuzco eine Trägergruppe von 210 Mann, die die 210 Meter lange Goldkette schleppten, welche den Marktplatz der Hauptstadt umgeben hatte. Der letzte Feldherr des Inak-Heeres, Rumiñahui, der die Stadt Quito 1534 niederbrennen liess, bevor die Spanier kamen, wurde gefangen genommen und barbarisch exekutiert. Am 18. Januar 1535 gründeten die Spanier an der Küste La Ciudad de los Reyes, das spätere Lima als Hauptstadt der spanischen Kolonie, die seit 1542 Vizekönigreich Peru hiess und zunächst das ganze spanische Südamerika ausser Venezuela umfasste. Oberste Instanz der spanischen Kolonialverwaltung in Finanz- und Personalangelegenheiten war der Consejo de las Indias. Gestützt auf ihn und vertreten durch die Vizekönige von Nuevo Espana und Alto Peru herrschte der spanische König. Im Jahre 1717 wurden die Bezirke Quitos in das neu gegründete Vizekönigreich Neu-Granada (das spätere Kolumbien) eingegliedert, doch 1722 wieder dem Viezkönigreich Peru zugeschlagen. Vom unregierbar grossen Gebiet wurden 1739 das Vizekönigreich Nuevo Reino de Granada (Neu-Granada) mit Quito und 1776 das Vizekönigreich Rio de la Plata mit Alto Peru, zu dem Characas (grosse Teile des heutigen Bolivien) gehören sollte, abgetrennt. Immer wieder gab es Aufstände der Indigenas, zuletzt 1780 in Peru unter Führung von José Gabriel Condorcaqui (1738-81), der sich Tupac Amaru II. nannte, und in Bolivien 1780-81 unter Tupac Katari, einem Aymara, der im März 1781 sogar La Paz belagerte. Er wurde am 13. November 1781 gefangen genommen und gevierteilt. Der Unabhängigkeitskrieg in Nordamerika, und die Eroberung der iberischen Halbinsel durch die Truppen Napoleons, in deren Folge die Vizekönige ihre Legitimität verloren, entfachten auch in Südamerika den Unabhängigkeitskampf des Bürgertums. 1824 erlangte Peru durch die Schlacht bei Ayacucho die Unabhängigkeit von Spanien. Bekannte Anführer der Freiheitskämpfer waren der Argentinier José de San Martin (1778-1850), der 1821 die unabhängige Republik Peru ausgerufen hatte, und der aus Venezuela stammende Simon Bolivar (1783-1830, Präsident 1825-26). Im "Salpeterkrieg" (1879-1883) mit Chile erlitt Peru eine Niederlage und musste die Südprovinzen mit den Salpetervorkommen abtreten. Die Geschichte Perus ist belastet durch zahlreiche Militärputsche. Die krassen sozialen Unterschiede führten zum Entstehen terroristischer Untergrundorganisationen wie Sendero Luminoso und Tupac Amaru. Während des grössten Teils der Kolonialzeit war das heutige Bolivien, damals Alto Peru genannt, eng mit Peru verbunden, Während der Unabhängigkeitsbewegung erlangte schliesslich auch Bolivien seine Souveränität. General Antonia José de Sucre (Präsident 1826-28), der militärische Führer des Aufstandes gegen die Spanier, rief am 6. August 1825 die Unabhängigkeit aus und benannte das Land nach dem berühmten Freiheitshelden Simon Bolivar, der auch der erste Staatspräsident wurde. 1836 vereinigte der bolivianische Präsident Andres de Santa Cruz (1792-1865, Präsident 1829-39) Peru gewaltsam mit Bolivien. Doch Argentinien und Chile intervenierten, und nach der Schlacht bei Yungay (1839) war Peru wieder unabhängig. Am 5. April 1992 setzte Präsident Fujimori mit Unterstützung des Militärs in Peru die Verfassung ausser Kraft und löste das Parlament auf. Während der Wahlen zum Kongress im November des gleichen Jahres errang die von Fujimori unterstütze Nuevo Mayoria/Cambio 90 die absolute Mehrheit. Legalisiert durch eine Verfassungsänderung konnte Fujimori 1995 zum zweiten Mal in Folge als Präsident kandidieren und 64 Prozent der Stimmer erringen. Am 22. April 1997 beendete Fujimori das Geiseldrama in der japanischen Botschaft blutig. Sieger der Wahlen vom April 2001 ist der Präsident Alejandro Toledo. Datenquelle: Kosmos NaturReiseführer Argentinien/Chile |
| Wechselkurs: | 2.5 Soles = 1 sFr. |
| Diesel: | Ca. 8.5 Soles für 1 Gallone entspricht ca. 0.95 sFr./Lt. (3.8 Liter=1 Gallone) |
| Anreise: | Mit dem eigenen Fahrzeug ohne Carnet de passage möglich. |
| Versicherung: | Auto-Haftpflichtversicherung, die wir in Argentinien abgeschlossen haben, ist auch für Peru gültig. (s. Länderinfo Argentinien) |
| Camping: | Keine Campingplätze vorhanden. Wild Campen mit Vorsicht möglich. In den Städten bei grossen Hotels oft Campingmöglichkeit auf Parkplatz oder Rasen. |
| Gas | Campinggasflasche kann in den Gaszentren (z.B. Init-Gas) mit Druck aufgefüllt werden. |
| Strassen- verkehr: |
Die Hauptverbindungen sind gute Asphaltstrassen. Nebenstrassen Schotter und zum Teil sehr schlecht. In den Städten z.T. einiges Verkehrsaufkommen, Nebenstrassen wenig Verkehr. |
| Strassen- gebühren: |
Die meisten Asphaltstrassen sind gebührenpflichtig. |
| Reiseführer: | Peru/Bolivien/Ecuador/Galapagos (Kosmos Naturreiseführer), Peru/Bolivien (Reise Know-How) |
| unsere Tipps: | bisher: Colca Canyon, Arequipa, Cusco |
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