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| 25. August – 10. September 2002
England |
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| Diesmal nur kurz – aber dafür intensiv. |
der Drache, das Wahrzeichen von Wales |
Bei wunderschönem sonnigem
Sommerwetter fuhren wir los. Wir durchquerten Frankreich und am dritten
Ferientag erreichten wir Calais. Der Ticketkauf und das Einchecken in den Zug
(Eurotunnel) hat genau 10 min. gedauert – und das ohne Reservation. Nach knapp
einer ½ Std. fuhren wir in Folkstone auf englischen Boden. Die Hauptstrasse
nach Hastings ist eng, links und rechts von hohen Hecken gesäumt und der
Verkehr rollt auf der „falschen“ Strassenseite. Abends regnete es etwas, was
uns aber nicht stört, denn auf nasses Wetter haben wir uns vorbereitet und
eingestellt.

alte Steinbrücke
Um so überraschter waren wir am nächste Morgen, als uns die Sonne mit voller Kraft begrüsste. Wir fuhren ein paar Kilometer Richtung Eastbourne. Mit unseren Wanderschuhen und Fotoapparat ausgerüstet wanderten wir zur Küste. Nach der kleinen Erhöhung zur Beach konnten wir zu den 170 m hohen makellos weissen Kalkfelsen der Seven Sisters aufblickten. Der Anblick des glasklaren Meeres zog mich magisch an und auch die Tatsache, dass ich keinen Badeanzug dabei hatte, konnte mich nicht vor dem kühlen Nass abbringen. Abends genossen wir Fish and Chips auf dem Brighton-Pier.

eine alte Kapelle
Weiter geht unsere Reise in das einsame Heide- und Moorgebiet von Dartmoor. Die Landschaft ist bezaubernd, grüne, sanft geschwungene Hügel, übersät mit violetten Erika und gelb leuchtenden Gingsterbüschen, deren süsslich würziger Duft immer wieder in die Nase aufsteigt. Im Dartmoor hatten wir genau das richtige Wetter. Nebel, Wind und Sprühregen. Nach einem windigen und nassen Spatziergang kuschelte ich mich gemütlich auf der bequemen Sitzbank unter meinen Schlafsack, hatte eine heisse Tasse Kaffe vor mir und las in meinem spannenden Krimi. In Portsmouth besuchten wir den Historic Dockyard, wo wir in Lord Nelsons HMS Victory herumstöbern konnten. Wir waren beide begeistert, das Originalschiff noch in Top Zustand anzutreffen.

der Hafen mit farbigen Häusern
Mittlerweilen sind wir im schönen Wales angelangt. Wir fuhren alles der Küste entland bis Aberystwyth und konnten uns an der wunderschönen Küstenlandschaft kaum satt sehen.

White Sand Beach bei St. David
In St. David’s hat es uns am besten gefallen und so kehrten wir für einige Tage dorthin zurück. Wir befinden uns mitten im Pembrokeshire Coast National Park, ein 580 qkm grosses Naturschutzgebiet mit einem ca. 240 km langen Fernwanderweg.

der Fernwanderweg 2 Std. nach St. David
Seit wir in Wales unterwegs sind, haben wir immer wieder Etappen dieses Fernwanderweges gestreift, und wir sind überzeugt, dass wir irgendwann hierher zurückkommen und den ganzen Weg laufen werden. Immer wieder bewundern wir die wildblühenden Erika- und Gingsterbüsche, die wildlebenden Ponys, die frischgeborenen Robbenbabys, Falken, Möwen und sonstige schöne Vögel.

Küste bei St. David
Wir hatten die ganze Woche in St. David’s wunderschönes Wetter, ausser an unserem verregneten Museumstag, und waren leicht braungebrannt. Leider war es wieder Zeit umzukehren. Durch den Eurotunnel, in zwei Tagen durch Frankreich, kamen wir nach 3652 gefahrenen km nach Hause.
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