| zurück |
Januar 1999 / Autoreise Marokko
Unser Toyota Landcruiser BJ 73 fuhr uns begleitet von unseren Freunden Sonja und Michael Fong aus Singapore, sie haben sich in der Schweiz einen Range Rover gekauft, von der Schweiz durch Frankreich nach Spanien. Mit der Autofähre waren wir in kurzer Zeit in Marokko. Unsere erste Nacht in Salé (Nähe Rabbat) war beeindurckend und zugleich erdrückend für mich. Ich habe in diesen wenigen Stunden viel Armut, Schmutz und Elend gesehen. Es ist alles viel intensiver hier. Am nächsten Tag besuchen wir den Bazar mit den vielen bunten Farben sowie das fröhliche Treiben der mich schon etwas in den afrikanischen Kontinent einfühlen und vertraut werden lässt.

auf dem Bazar
Als nächstes besichtigen wir die Stadt Meknes und ich kam mir 2000 Jahre in die Zeit zurückversetzt vor. Die Strassen staubig, die Männer in Julabas (lange Kutten) und die Frauen trugen Tücher. Die Häuser sind unter anderem aus Lehm und sehen aus, als stünden sie schon seit Tausenden von Jahren an ihrem Platz. Die Souks (Märkten) sind eine Augenweide, so vieles kann man entdecken und bringt einem zum Schmunzeln. Angst habe ich nie verspürt. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. In Volubilis hausten vor rund zweitausend Jahren die Römer. Heute sind noch schöne Mosaike und einige Gebäudereste erhalten. Die Besichtigung von Fes fiel buchstäblich ins Wasser, wir flüchteten vor dem Regen Richtung Wüste. In der Abendsonne fuhren wir durch die wunderschöne Gorge du Ziz nach Errachida. Die Gorge Todra war ebenfalls sehr schön und unser Auto erwischte bei der Durchquerung etwas nasse Räder. Das Wetter wollte immer noch nicht so recht mitspielen. Wir hatten alle Varianten, von Graupel, Regen, Hagel zu Schnee und Nebel als wir endlich über den Pass in die Wüstengegend kamen.
Die Wüste hat viele Gesichter.......


Das nasse Wetter liessen wir endgültig hinter uns. Am Tag konnten wir die Sonne geniessen trotzdem kühlt es in der Nacht bis 0°C ab. Nun geht's endlich auf die Piste. Die Szenerie veränderte sich stetig und wir waren fast alleine. Die Schlafplätze im Freien waren fantastisch und der Sternenhimmel überwältigend. Leider gibt es keine „abenteuerliche“ Geschichte, denn wir hatten immer genug Wasser, Diesel, Kompass und ein GPS. Zurück über den Hohen Atlas besuchten wir die wunderschöne Stadt Marrakesch.

kurz vor Marrakesch
Die letzte Station war Tafaroute, ein kleines Städtchen niedlich in den "Bergen" gelegen.

bei Tafaroute
Zurück fuhren wir der Küste entlang wieder Richtung Norden. Wir mussten uns wieder mit dem Gedanken des Alltages befassen.
mein Lieblingsplatz bei Essauira

Marokkanischer Transport !
Die Parkplätze werden gut bewacht, in Marrakesch konnten wir sogar zwei Parkwächter engagieren:

In diesen 24 Tagen sind wir 8660 km gefahren und haben im Schnitt ca. 11 Liter Diesel verbraucht.
| zurück |