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von Buenos Airesnach Ushuaia |
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Seit der portugiesische Seefahrer Fernando de Magellanes, 1520 die lange Südwestpassage zum Pazifik und damit auch Feuerland entdeckte, war die Insel als düsterer Ort am Ende der Welt bekannt. Stürmische Meere, umtoste Felsen, Kälte und ewige Finsternis, seltsam erhellt von flackernden Feuern - das Ende der Welt. Die ersten Europäer mieden das Festland - man sah nur die flackernden Feuer, vielleicht auch nur Rauch. Denn ob Magellan tatsächlich Feuer sah, ist umstritten. Andere Berichte sprechen davon, dass er nach seiner Rückkehr Kaiser Karl V. berichtete, er habe Rauch gesehen. Dieser schloss dann, dass es ohne Feuer kein Rauch gäbe, und nannte die Insel deshalb Feuerland.
Bis wir Feuerland erreichen, sind zuerst 3'000 km gegen
Süden, durch die patagonische Pampa, zu fahren. Die Zollformalitäten für die Einreise nach Argentinien
konnten wir noch auf dem Schiff erledigen und ohne Hindernisse aus dem
Hafengelände rausfahren. Ein Kilometer weiter stellen wir uns auf einen bewachten
Parkplatz, das etwas laute Quartier für unseren nächsten zwei Nächte. Unsere
Besichtigungstour durch Buenos Aires führt uns in die Einkaufs-Fussgängerzone,
die ohne weiteres auch in Europa sein könnte. Am
Plaza del Mayo, geschmückt mit der Pyramide del Mayo, einem kleinen Obelisken
und dem Denkmal für den Freiheitskämpfer Manuel Belgrano, ist das eigentliche
Zentrum der Stadt und sehr belebt. Auch der argentinische Staatspräsident hat
den Sitz in der Nähe, in der Casa Rosada, ein wunderschönes Haus , erbaut Ende
des 19. Jahrhunderts, das tatsächlich rosa gestrichen ist. In La Boca
schlendern wir durch Gassen, gesäumt von klein ineinander verwinkelte, bunte
Wellblechhäuser, die zum Fototermin einladen. In den vielen Cafes und auf den
Strassen wird Tango getanzt. Der Tango kommt aus dem Vorstädten - den armen
Vorstädten -, er war die Musik derer, die sich als Handwerker, Tagelöhner oder
Hafenarbeiter verdingten, der um ihre Träume betrogenen Einwanderer, der
Menschen, die vor der Armut des Landesinnern geflohen waren, aber er war auch
die Musik der Halbwelt, der Kleinkriminellen, Zuhälter und Prostituierten. Die
Texte waren rüde, geschrieben im Slang, dem Lunfardo. Sie passten in die
Atmosphäre der Hafenkneipen oder der Bordelle in La Boca. Die ersten
Instrumente waren Flöte, Gitarre und Geige, Später kam das Klavier hinzu noch
viel später das Bandoneon, eine Art verbessertes Akkordeon mit 142
verschiedenen Tönen.
Nach 2 Tagen lassen wir die
Grosstadt hinter uns und fahren auf der Ruta 3 gegen Süden. Die
ersten 400 km sind durch eine Wasserreiche Vegetation gekennzeichnet. Rechts und
Links begleiten Teiche die Strasse, das Quartier für Tausende von Wasservögel,
die in der Luft rumschwirren oder mit ihren Schnäbeln im Wasser rumstochern. Wir
erkennen Störche, Silberreiher, Schwarzzügelibis (hier
Banderras genannt), Brillensichler, Schwarzhalsschwäne, Witwenpfeifgänse und
Langflügel-Dampfschiffenten. Bei den Raubvögeln sind die Schwalbenweihe, die
Schneckenweihe, der Wegebussard, der schöne Schopfkarakara und auch Falken
vertreten. An der Peninsula Valdes sind die grossen Meeressäuger, der Ballena
Franca austral (südlicher Glattwal) sowie der Orca (Schwertwal od. Killerwal) leider schon
vorbeigeschwommen und wir bekommen keiner dieser Giganten zu Gesicht. Wir sehen
aber unser erstes Guanako und
können an der Punte Norte (der Nordzipfel der Halbinsel Valdes)
Seelöwenpaare mit ihren Jungen beobachten. Leider sind auch schon die
See-Elefantenmännchen weg (sind für Monate ins Meer), die Weibchen
liegen noch faul am Strand.
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| Seelöwen und die weibl. See-Elefanen (gross und hell) |
Auf dem Parkplatz flitzt ein Pichi-Gürteltier zwischen unseren Beinen hindurch. Wir haben riesigen Spass, diesem lustigen Kerl zuzuschauen.
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| das Pichi-Gürteltier |
Die nächsten 1'500 km auf der Ruta 3 gehen schnurgerade aus nach Süden. Die Landschaft ändert sich kaum, und das Bild zum Horizont bleibt unverändert. Wir bestaunen und geniessen die Weite. Die Temperaturen werden etwas milder, in den letzten Tagen hatten wir um die 35 Grad, im Auto fast 40 Grad heiss. Wir haben von 05.30 Uhr bis 22.30 Uhr Tageslicht.
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| die Weite der Pampa |
Bevor wir auf die Autofähre zur grossen Insel von Feuerland fahren, müssen wir noch über den Zoll, von Argentinien nach Chile. Die Zollformalitäten werden in 30 Minuten erledigt und wir können weiter. Die Autofähre hat nur 15 Minuten über die Magellanstrasse nach Feuerland, doch die Zeit reicht für uns um wunderschöne Commerson-Delfine (schwarz-weisse Zeichnung) auf und abtauche zu sehen. Auch Magellanpinguine dümpeln im Meerwasser wie Korken umher. Diese Tiere fühlen sich sichtlich wohl bei diesem kalten Wind.
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| ...wie wir.... |
Wir fahren nicht lange auf chilenischen Strassen, als wir nochmals die Grenze nach Argentinien überqueren.
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| auf den Schotterpisten Feuerlands |
Wir fahren durch sanfte Graslandschaft. Schaf-, Kuh- und Pferdeherden grasen, Magellangänse, die immer Paarweise unterwegs sind, suchen nach Nahrung und der Nadu (Vogelstrauss ähnlicher Vogel) stolziert herum. Nach Rio Grande wird die Landschaft märchenhaft schön. Südbuchenwälder, meist uralte knorrige Bäume mit kleinen Blätter wechseln sich mit Grass-Sumpflandschaften, in denen Bäche ihren eigenen Lauf bestimmen, ab. Wir kommen nach Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt.
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| Umgebung Ushuaia |
Es zieht uns weiter in die Natur und wir fahren zum nahegelegenen Nationalpark Terra del Fuego. Dort geniessen wir die traumhafte Landschaft und ihre Tiere. Wir unternehmen verschiedene Wanderungen.
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| im Nationalpark Terra del Fuego |
Zu Silvester treffen wir uns mit anderen Auto-Reisenden an der
Laguna Verde. Und siehe da, wir treffen Anni und Wolfgang, die wir vor vier
Jahren etwa zur gleichen Zeit in Amman (Jordanien) kennen gelernt haben. Auch
Waltraud und Jürgen, die mit uns auf dem Grimaldi-Frachtschiff fuhren, sind da. Wir
entfachen ein Lagerfeuer und begrüssen in der Natur das neue Jahr. Das
Neujahrskonzert findet dieses Jahr um 11.00 Uhr in der Laguna Verde statt.
Serviert wird Glühwein aus Österreich.
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| Neujahrskonszert.... | ||
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| an der Laguna Verde |
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