Cusco, der Nabel der Welt
|
Wie alle Wege nach Rom führen, so endeten alle Wege des
Inka-Reiches in Cusco, der schönsten Stadt Peru und Mittelpunkt des
Inka-Reiches. Die wichtigste dieser Verbindungen war eine in Nord-Süd-Richtung
entlang der Anden verlaufendes, vielfach verzweigtes Wegenetz, an dessen
Gabelungen alle 30 km Rasthäuser platziert waren. Hier hielt man nicht nur
Verpflegung und Getränke für die Boten bereit, sondern auch weiche, aus den
Harnblasen der Lamas gefertigte Laufschuhe.
Um das interessante Cusco ansteuern zu können,
müssen wir zuerst nach Peru einreisen. Die Chilenen
lassen uns rasch ausreisen, bei den Peruanern dauert es schon etwas länger. Zuerst
werden wir auf Lebensmittel kontrolliert, die nicht ins Land eingeführt
werden dürfen: Obst, Gemüse, Fleisch, Mehl, Milch etc. Erich kann seine Rolle schon sehr
gut "nein, wir haben in diesem kleinen Auto sicher nichts dabei!", und
schon geht's zum nächsten Posten. Für das Auto müssen wir viele Papiere
ausfüllen, dann noch zur Immigration, wo unsere Pässe abgestempelt werden. Der
Mensch hinter der Glasscheibe mit dem Stempel in der Hand ist schon so
gelangweilt, dass er beim stempeln nicht hinschaut und so bekomme ich meinen
Einreisestempel auf meine Unterschrift im Pass gesetzt. Wir sind nach
einer Stunde mit allen Zollformalitäten fertig und erstehen an einem Kiosk feine
Empenadas oder Salteñas, (Teigtaschen mit Hackfleisch), die köstlich
schmecken. Ein feiner kulinarischer Einstig nach Peru.
Die Küstenstrecke bis Mollendo ist sehr eintönig. Faszinierend sind die Tausenden von Wasservögel, die
vom kalten Humboldtstrom angezogen
werden. Wir sitzen lange Zeit am Strand und beobachten das bunte Treiben. Die
grossen Pelikane meist in kleinen Gruppen, die eher klobig wirken und doch so flink ins Wasser stürzen,
wieder auftauchen und weiterfliegen, sehr nah über
dem Wasser daherschweben, geschickt jeder grossen Welle ausweichend. Die vielen
Scharben oder Kormorane, die zu Hunderten im V-Flug hintereinander hersegeln,
immer nach Nahrung Ausschau haltend.
Wir verlassen die Küste und fahren landeinwärts nach Arequipa. Die Stadt liegt
auf ca. 2'323 m und das Klima ist angenehm. Wir verbringen vier Tage in dieser
schönen Stadt und besichtigen das Kloster Santa Catalina. Vor ein paar hundert
Jahren war für Frauen das klösterliche Leben anscheinend beeindruckend. Drei Kloster
reichten nicht aus, um dem Andrang in Arequipa gerecht zu werden. So wurde ein
neues, sehr grosses Kloster gebaut. Dazu wurde ein Teil von Arequipa einfach
ummauert und es entstanden kleine Gassen, Werkstätten, Wäscheplatz etc. Was hinter den Mauern geschah, wie die 150 Nonnen und 400
Dienstmädchen lebten, blieb der Öffentlichkeit über 300 Jahre verborgen. Alle vier Jahre konnten 8 Novizinnen aufgenommen werden,
die spanischer Abstammung sein mussten und die eine
erhebliche Summe an Goldmünzen zu bezahlen hatten. Auch für das Leben im Kloster hatte die Familie
aufzukommen. Die Novizinnen hatten eine Probezeit von 1-4 Jahren hinter sich zu
bringen. In dieser Zeit hatten sie keinen Zugang zum Kloster, sondern durften
sich nur in ihrem Zimmer, im Hof und in der kleinen Kapelle aufhalten. Das
Zimmer war versehen mit einem Fenster und einer Tür, beide musste aber immer offen
stehen. Natürlich erzählt man sich um Santa Catalina einige
Geschichten, so die von der 16jährigen Dominga, die in das Kloster eintrat, als
ihr Verlobter sie sitzen liess. Die schöne junge Frau inszenierte jedoch zum
Schein ihren Tod, um dem Kloster wieder zu entkommen, indem sie die Leiche einer
Indio-Frau in ihr Bett legte und das Zimmer dann in Brand setzte. Wieder in
Freiheit, schrieb sie an die Oberin und forderte ihre Mitgift zurück.
 |
 |
 |
| Blick zum Klosterhof |
gemütliche Kochniesche |
Wassersystem der Wäscherei |
Wir befinden uns jetzt an der Plaza des Armas in Arequipa, die an einer
Flanke mit einer wunderschönen Kathedrale geschmückt ist und geniessen im
ersten Stock eines Restaurant ein Cuy-Gericht (Meerschweinchen). Eigentlich
bestellte ich ein Cuy ohne Kopf, doch leider kam der doch mit. Das gebratene Cuy,
das eher einer Fledermaus glich, blickte mich mit glasigen Augen vom Teller aus
an. Der Geschmack ist nicht besonders und das
Fleisch musste ich um die vielen Knochen zusammensuchen.
|
 |
|
|
die Sicht auf die Kathedrale
vom Restaurantplatz aus |
|
Es ist Donnerstag,
"Fronleichnam", und wir können von unseren Sitzplätzen im Restaurant
aus eine pompöse Prozession miterleben. Die Strasse um die Plaza ist mit
farbigen Bildern aus Sägemehl geschmückt. Nach der Messe strömen viele Menschen
aus der
Kathedrale, wandern der Strasse um die Plaza entlang und
bleibe beim ersten Eck
stehen. Der Bischoff betet vor einem aufgebauten Altar. Weihrauch wird hin und
hergeschwenkt und weiter geht es, bis zum nächsten Eck.
|
 |
|
|
die Zeremonie |
|
Unser nächstes Ziel ist der Colca Canyon, der sich tiefer
als der Grand Canyon in Arizona (USA) ins Gebirge hingegraben hat (bis 3'182 m,
durchschnittlich 900 m). Wir kommen spät Abends an und finden noch ein nettes
Plätzchen zum Übernachten. Wir stehen direkt am Abgrund. In der Nacht geht ein
starker Wind und ich denke noch; "hat wohl Erich die Handbremse
angezogen?" Wenn nicht, rollen wir ............. und schon bin ich im Land
der Träume. Am nächsten Morgen erwartet uns wieder strahlender Sonnenschein
und wir machen uns rasch parat. Bis zum Höhepunkt, dem Cruz del Condor, sind es
nicht mal mehr 1 km, die wir aber mit dem Auto fahren. Wir sind am
Aussichtspunkt fast die ersten, stellen unser Auto ab und steigen aus. Die
Aussicht in die Schlucht ist schon gewaltig. Das Auge findet fast kein Ende und
doch hört man das Rauschen des Urubamba-Flusses in der Tiefe.
|
 |
|
|
Blick in den Canyon beim Cruz
del Condor |
|
Es geht
nicht lange, und viele Touri-Busse kommen angefahren und lassen Schwärme von Leute aussteigen. Der Aussichtspunkt und die ganze Kante ist voller Menschen. Und da
kommen Sie, die Könige der Anden! Die Kondore lassen sich mit dem Aufwind aus
der Schlucht tragen. Wir stehen still und staunen.
|
 |
|
|
ohne Worte...... |
|
Zwischendurch koch ich mal einen Kaffe und nach 10.00 h sind
wir noch die einzigen, alle Busse sind wieder abgefahren. Die Kondore sind noch da und so haben wir sie ganz für uns alleine. Doch auch sie schwingen
sich ein letztes Mal in die Höhe und segeln Richtung Küste. Wir steigen wieder
in unser Auto und fahren zurück nach Chivay, wo wir noch feine Papas (frittierte Katroffelpurée-Täschli)
verspeisen, bevor wir uns in den nahen heissen Quellen
aufweichen lassen. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Cusco,
bezwingen auf Schotterpisten einige Pässe (4'800 m) und lassen die
bewirtschaftete oft grüne Landschaft an uns vorbeiziehen. Der nächste
Übernachtungsort ist für uns eine Notlösung. Wir finden einfach keinen
geeigneten Platz, nirgends ist ein kleines
ruhiges Örtchen zu finden, überall stehen Häuser und viele Menschen sind
unterwegs. Wir kommen im Dunkeln auf die
Hauptverbindungsstrasse Puno - Cusco, die geteert ist. Wir fahren noch einige
Kilometer, bis wir zu den Ruinen von Raqchi kommen. Meistens sind bei Ausgrabungsstätten oder ähnlichem Parkplätze vorhanden, und dort wollen wir
nächtigen. Wir finden kaum den Eingang zu den Ruinen, denn wir stehen mitten
auf einem engen Dorfplatz. Es stellt sich heraus, dass das hier auch der
Parkplatz ist, na bravo! Wir haben keine Energie weiterzufahren und
bleiben hier. Es wird wieder mal kalt in der Nacht und um 6.00 h stehen wir auf.
Das Auto ist aussen und innen gefroren und wir entschliessen uns, schnell weg zu
fahren. Noch im Pijama sitzen wir im Auto und fahren der Sonne entgegen. Auf
einem netten Wiesenplätzchen, dass wir in der gestrigen Dunkelheit eh nie
gesehen hätten, wärmen wir uns auf, kochen Kaffe und essen gemütlich
Frühstück. Nun sind wir wieder gestärkt, um bei Tipon die hängenden Gärten zu
besichtigen. Die gewaltigen Terrassen mit noch voll funktionsfähigen
Bewässerungsanlagen läd uns zu einem Spaziergang ein. Reichhaltige
Keramikfunde schliessen eine Besiedelung in der Präinkazeit nicht aus und
es wird vermutet, dass es sich hier um eine landwirtschaftliche Versuchsstation
der Inkas gehandelt hat.
|
 |
|
|
die hängenden Gärten von
Tipon |
|
Wir trudeln am Nachmittag in Cusco ein und finden rasch das
Club Hotel. Der Iveco von Waltraud und Jürgen sowie der ca. 40jährige Hanomag
von Brigitte und Hermann stehen schon auf der Wiese. Wir checken ein und stellen
uns auch auf die grosse Grünfläche. Ein netter Übernachtungsplatz mit Strom
und Wasser. Es wird sich erst später herausstellen, dass für unser Auto dieser
Platz etwas laut ist. Wir sind gerade fertig mit einrichten, da kommen schon
unsere neuen Nachbarn und es gibt ein grosses "Hallo". Natürlich
haben wir alle viel zu erzählen. Am nächsten Tag gehen wir auf
Besichtigungstour durch Cusco. Einst die Hauptstadt und das Herz des
Inka-Imperiums war Cusco der "Nabel der Welt" und mindestens so
mächtig und wohl auch reicher als das alte Rom. Von hier dehnte sich das
Herrschaftsgebiet der Inkas bis Ecuador und Chile aus. Der Stadtplan von Cuscos hatte die
Umrisse eines Pumas, der im 19. Jahrhundert noch gut zu erkennen war. Mindestes
zwei Strassen, die dem Pumaumriss folgten, tragen Namen der zugehörigen
anatomischen Teile des Pumas: pumachupa - Puma-Schwanz und pumacurco -
Puma-Rücken.
|
 |
|
|
inkaische Stützmauern
unterhalb Santo Domingo |
|
Die königlichen Paläste der Stadt waren zu dieser Zeit mit
getriebenem Gold verkleidet. Die goldhungrigen Spanier unter der Führung des
ehemaligen Schweinehirtes Pizarro eroberten Cusco am 15.11.1533. Im Versuch der
Rückeroberung ihrer Hauptstadt wurde Cusco von den Inkas belagert. Aus allen
Himmelsrichtungen des Reiches marschierten die loyalen Inka-Führer mit nahezu
200'000 Kriegern gegen Cusco an. Nur durch unglaubliches Glück überlebten die
Spanier diese inkaische Grossoffensive. Die Stadt war nun in vielen Teilen
zerstört. Die Spanier bauten Cusco nach ihren Vorstellungen um und wieder auf,
meist auf den Ruinen der alten Grundmauern und Tempelanlangen. Zwei grosse
Erdbeben, 1650 und 1950, haben Cusco weitgehend zerstört, aber Aussagen aus der
Zeit nach dem ersten Erdbeben deuten darauf hin, dass die Bauten aus inkaischem
Steinmauerwerk kaum betroffen waren. Die wechselvolle Geschichte hat ein reizvolles Stadtbild von Inkamauern und Kolonialbauten hinterlassen.
Wir schlendern durch die engen Gassen und bestaunen die wunderschöne
Architektur von alter und sehr alter Baukunst. Die Inkas hinterlassen keine
niedergeschriebene Geschichte sonder nur Erzählungen. Die schriftlichen
Hinterlassenschaften stammen allesamt von den Spaniern. Wer weiss, wie genau die
Beschreibungen waren und wie viele Vermutungen noch dazukamen. Cusco selbst war
ein heiliger Ort, bewohnt von Geschöpfen, die ihre Abstammung auf die Sonne
zurückführten. Wie auch immer, in den historischen Darstellungen findet man
klare Hinweise auf die übernatürliche Stellung der Inka. So erzählt Sarmiento
uns, dass Topa Inca (ein Inka-Herrscher) wie ein huaca, ein
übernatürliches Wesen behandelt wurde. Niemand wagte, ihm ins Gesicht zu
sehen. In einiger Entfernung zur Strasse, auf der er reiste, beteten ihn die
Menschen von den Berggipfeln an. Bei der Durchreise erhielt er Opfergaben.
Einige opferten ihm Koka, andere rissen sich Augenwimpern aus und bliesen sie in
seine Richtung. Diese letzte Form des Opfers konnten selbst die Ärmsten der
Sonne geben. In den Städten, die Topa Inca besuchte, wurden Opfergaben von
seinem Sitzplatz verbrannte, in derselben Weise, wie die Sonne
"ernährt" wurde.
|
 |
|
|
die alten Inkamauern |
|
Pip.. pip.. pip.. pip.., die elektronische Uhr von Erich hört
einfach nicht auf zu drängen. Es ist 4.30h und wir müssen aufstehen, denn um
6.15h fährt unser Zug. Zum Glück müssen Waltraud und Jürgen sowie Brigitte
und Hermann auch aufstehen und so ist geteiltes Leid nur halbes Leid. Der Zug
setzt sich pünktlich in Bewegung; es kann los gehen. Doch hoppla, was ist das?
Wir fahren an Häusern vorbei, überall ist schon Leben auf den Strassen, da
hält unser Zug nach etwa drei Minuten schon wieder an und fährt zurück. Da hat
wohl der Zugchauffeur sein Mittagessen im Bahnhof vergessen? Aber wir fahren gar
nicht bis zum Bahnhof zurück sondern halten vorher wieder und jetzt geht's wieder
vorwärts. Ich schaue noch etwas müde aus dem Fenster, sehe die Stadt
Cusco auf der linken Seite des Zuges und plötzlich gibt es wieder einen Ruck
und wir stehen. Und nochmals fährt der Zug zurück. Nicht lange, und es geht
wieder vorwärts. Ich mache mir so meine Gedanken "hat der Zug sich
verfahren? stimmt was nicht?" und schon wieder hält der Zug und fährt
rückwärts. Ungefähr so lange hat es gedauert, bis wir merkten, dass sich der
Zug im Zickzackkurs den Berg hoch kämpft und die Stadt Cusco immer wie tiefer
unter uns liegt. Trotz des sehr teuren Zugtickets gibt es keine Heizung hier
drin und wir frieren. Der Kaffee, den wir nach drei Stunden von der fahrenden
Zugküche kaufen, wärmt uns etwas auf. Nach über vier Stunden und einer
landschaftlich wunderschönen Zugfahrt kommen wir ans Ziel: Aguas Caliente. Wir
zwei machen uns auf Hotelzimmersuche und geniessen den sonnigen Nachmittag, die
anderen vier gehen schon heute Machu Picchu besuchen. Am nächsten Tag stehen wir
wieder früh auf und sitzen um 6.00h schon im Bus, der uns in 20minutiger
kurvenreicher Fahrt
nach Machu Picchu bringt.
Mann weiss nur sehr wenig historisch Belegbares über Machu Picchu. Manche
Wissenschaftler halten Machu Picchu für ein Heiligtum aus der Präinkazeit. Das
ist nicht unbedingt auszuschliessen, zumindest was die Grundmauern Machu Picchus
anbetrifft, unter denen Stollen und geheime Gänge vermutet werden. Machu Picchu
ist nachweislich auf den megalithischen Grundmauern einer viel älteren Kultur
erbaut worden. Trotzdem sind viele Wissenschaftler der Meinung, dass die Stadt
erst in der Anfangszeit der Inkas gegründet, um die Mitte des 15. Jahrhunderts
ausgebaut aber letztendlich nie ganz vollendet wurde. Gesichert ist, dass sich
viele Mitglieder des Inka-Königshauses nach der Zerstörung des Inkareiches
durch die Spanier unter Mitnahme reicher Schätze aus Cusco in entfernte
Berggegenden absetzten. Von den Chronisten wurde immer wieder die Namen
Huilcabamba und Vilcabamba als letzte Zufluchtsstätte der Inkas in den
östlichen Anden genannt. In diesem Gebiet hätten sie von 4'000 Menschen
Befestigungen, Tempel und Paläste anlegen lassen. Dadurch seien die Inka in der
Lage gewesen, noch öfter Überraschungsangriffe gegen die Spanier zu führen
und sich wieder zu verstecken. Erst nach der Hinrichtung des letzten Inca, Tupac
Amaru, soll 1572 der Widerstand aufgehört haben. Die letzten versprengten
Haufen der Inkas haben wahrscheinlich die verborgenen Stadt Richtung Amazonas
verlassen und der Dschungel hat Vilcabamba und auch Machu Picchu verschlungen.
Machu Picchu musste ein heiliger Ort von sehr grosser Bedeutung gewesen sein. Bis
in die Neuzeit bleiben die Erzählungen von verborgenen Schätzen und der
verschwunden Inka-Stadt lebendig. Und doch musste sie nicht mühsam gesucht
werden, denn der indigenen Bevölkerung war Machu Picchu immer bekannt, bis ins
17. Jahrhundert war sie ständig bewohnt. "Entdeckt" werden musste
Machu Picchu deshalb nur für die restliche Welt, der sie nahezu 400 Jahre
verborgen blieb.
Heute ist der 21. Juni, der Tag der Sonnenwende. Das heisst für uns, dass wir
zuerst zum Sonnentempel gehen und dort mit ein paar anderen gespannten Touristen
auf die Sonne warten, die langsam hinter dem vor uns liegenden Veronica-Bergkamm hoch
gleitet, plötzlich mit einer Wucht hervorkommt und ihre Strahlen genau durch
ein Fenster im Sonnentempel schickt und die dann auf einem Steinaltar glitzern. Ein paar Sekunden voller
Einsamkeit und gewaltiger Schönheit werden mir immer in Erinnerung
bleiben.
|
 |
|
|
der Sonnentempel |
|
Die ganze Anlage von Machu Picchu ist atemberaubend schön und
in morgendlichem sanften Licht gehüllt. Wir gehen zum "Puesto de
Vigilancia" von wo wir einen tollen Blick auf die alten Gemäuer haben. Wir
setzen uns in die Wiese und verspeisen unser Morgensandwich. Der Duft lockt zwei
hier lebende Lamas an, die ganz schön neugierig sind und mir fast in mein
belegtes Brot beissen. Aber die haben nicht mit meiner schnellen
Reaktionsfähigkeit gerechnet, den sofort bin ich aufgestanden und haben das
Essen in die Sicherheit des Rucksackes verstaut.
|
 |
|
|
zwei neugierige Kerle |
|
Wir gehen etwas weiter, setzen uns aber bald wieder hin
um die geheimnisvolle Atmosphäre auf uns einwirken zu lassen bis wir wieder
etwas weiterschlendern. Kaum bemerken wir, wie die Zeit vergeht und nach 13.00h machen
wir uns auf den Rückweg. Wir kommen glücklich und erfüllt um 20.00h wieder zu
unserem Auto, dass sicher beim Club Hotel gestanden hat.
|
 |
|
|
geheimnisvolles Machu Picchu |
|